„Menschen wie Volker Jobst sind es, die mit ihrem selbstlosen Handeln einen wichtigen Beitrag zur Identität unserer Heimat leisten“, sagte Ministerin Marion Gentges am Dienstag, 30. Juni 2026, anlässlich der Auszeichnung von Volker Jobst mit dem Verdienstkreuz am Bande in Anerkennung seines langjährigen Wirkens für die Gesellschaft und das Handwerk.
26.-28.06.2026: 54. Bundestreffen der Egerland-Jugend in Nürnberg
Das vermutlich heißeste Bundestreffen der Geschichte
Das Bundestreffen begann am Freitag, den 26. Juni 2026 mit der Anreise der einzelnen Gruppen nach Kalchreuth. Kalchreuth ist die Wohngemeinde der Familie Deistler und rund 16 km von Nürnberg entfernt. Nachdem die meisten ihr Nachtlager aufgeschlagen hatten, gab es noch eine kleine Chorprobe, bevor wir den Abend bei kühlen Getränken und guten Gesprächen ausklingen ließen.
Der wichtigste Tag des Bundestreffens war, wie in jedem Jahr, der Samstag. Nach dem Frühstück begrüßte uns Bundesjugendführer Alexander Stegmaier. Anschließend begannen in den Workshops die Vorbereitungen für den Volkstumsabend. Da wir im Wetterbericht bereits gesehen hatten, dass es sehr heiß werden würde, starteten wir zunächst mit den Tanzworkshops. Leonie Hahn übernahm die Tanzleitung für die Kinder und Schüler, während Andre Stegmaier das Tanzen für die Jugend und die jungen Generationen leitete. Aufgrund der großen Anzahl an Tänzerinnen und Tänzern bei den jungen Generationen wurde der Workshop nach draußen vor die Schule verlegt. Als unsere Schattenfläche zusehends kleiner wurde, boten uns die Teilnehmer aus Geretsried die Turnhalle an, in der sie übernachtet hatten. So fand ein Großteil der Tanzprobe schließlich zwischen Luftmatratzen und Feldbetten statt. Nach einer kurzen Pause ging es mit dem Singen weiter, das auch in diesem Jahr wieder hervorragend von Roland Hammerschmied geleitet wurde.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte ein besonderer Programmpunkt. Da der Sudetendeutsche Tag in diesem Jahr erstmals in Tschechien, genauer gesagt in Brünn, stattfand, hielt Helmut Hahn einen Vortrag über den Brünner Todesmarsch und den daraus entstandenen Brünner Versöhnungsmarsch. Erik Flöter, dessen Vorfahren den Brünner Todesmarsch miterlebt hatten, gab uns in der anschließenden Fragerunde zusätzlich persönliche Einblicke.
Anschließend fuhren wir mit einem Bus oder in privaten Autos zum Katharinensaal. Unter den Autofahrern entbrannte über WhatsApp ein kleiner Wettstreit darüber, welches Fahrzeug die höchste Außentemperatur anzeigte. Kurz bevor wir den Katharinensaal erreichten, zeigte ein Auto sogar 48 °C an. Direkt nach der Ankunft begann für alle der stressige Aufbau beziehungsweise die Stellprobe. Obwohl der Saal klimatisiert war und bei unserer Ankunft noch eine angenehme Temperatur herrschte, änderte sich das durch die intensiven Tanzproben schnell. Bereits zu Beginn des Volkstumsabends „Egerländer Notenbüchl“ saßen fast alle Teilnehmer und Besucher mit teils selbst gebastelten Fächern aus den Programmblättern oder kleinen Ventilatoren im Saal.
Lena Jobst, Anja Jobst und Marius Hammerschmied führten durch den Volkstumsabend, der unter dem großen Thema „Liebe in all ihren Facetten“ stand. Aufgeteilt in Unterthemen wie die Liebe zur Heimat, die Liebe zu unserer Gemeinschaft oder die Liebe zur Mutter zeigten alle Gruppen, was sie zuhause in den Gruppenstunden oder am Vormittag in den Workshops erarbeitet hatten. Als besondere Gäste bereicherten Steffi Zachmeier und Karin Bümlein den Abend mit ihrer Musik.
Ingrid Hammerschmied, Roland Hammerschmied und Heike Stegmaier, die bei den letzten Wahlen die Bundesjugendführung verlassen haben, wurden mit besonderen Geschenken offiziell verabschiedet.
Besonders emotional war das Ende des Volkstumsabends. Zum einen las Ingrid Deistler aus der Gmoi Nürnberg, die das Buch „Der kleine Prinz“ in die Egerländer Mundart übersetzt hat, ein Kapitel daraus vor. Die Auswahl hätte passender nicht sein können: Der kleine Prinz lernt darin die Liebe kennen und erkennt seine Liebe zu der Rose in seiner Heimat. Jeder, der das Buch kennt, war von der Lesung tief berührt.
Zum anderen war auch das gemeinsame Lied „Kein schöner Land“ in diesem Jahr anders als gewohnt – und gerade deshalb besonders emotional. Zum ersten Mal sangen wir das Lied vierstimmig und mit einem anderen Text. Der von der Band „Maybebop“ verfasste Liedtext setzt sich kritisch mit unserer heutigen Gesellschaft auseinander.
Nach dem Volkstumsabend fuhren wir zurück zur Schule. Zunächst zog fast jeder die durchgeschwitzte Tracht aus und ging unter die Dusche. Anschließend trafen wir uns wieder im Freien vor der Schule, um den Abend bei guten Gesprächen ausklingen zu lassen. Trotz der großen Hitze und der Anstrengungen des Tages versammelte sich ein Teil der Teilnehmer später noch im Foyer der Schule, um – frei von Auftritten und Workshops – bis drei Uhr morgens gemeinsam zu tanzen.
Die dadurch sehr kurz gewordene Nacht hatte zur Folge, dass wir am Sonntagmorgen entsprechend müde beim Frühstück saßen. Dennoch mussten wir schon früh zum Gottesdienst in der Nürnberger Frauenkirche aufbrechen. Aufgrund der Hitzewelle war es dort sogar heißer als draußen, da sich das Gebäude durch die großen Fenster besonders stark aufheizte.
Zum Abschluss wäre eigentlich das offene Tanzen und Singen auf dem Nürnberger Hauptmarkt geplant gewesen. Aufgrund der Hitze und der fehlenden Schattenflächen musste die Veranstaltung jedoch abgesagt werden. Stattdessen nutzten wir die Zeit für ein gemeinsames Gruppenbild vor der Frauenkirche und kamen mit einigen Touristen ins Gespräch, die die Kirche zu diesem Zeitpunkt besuchten. Nach den interessanten Gesprächen fuhren wir zurück zur Schule, wo wir uns umzogen, alles zusammenpackten, aufräumten und die Autos beluden. Nach dem letzten gemeinsamen Mittagessen traten wir schließlich die Heimreise an – mit dem Wissen, das bisher heißeste Bundestreffen der Geschichte erlebt zu haben.
Vielen Dank an alle, die dieses schöne und unvergessliche Bundestreffen möglich gemacht haben.
Andre Stegmaier
3.05.2026: 80 Jahre Ankommen im Lager Burg (Hessen)
80 Jahre Ankommen im Lager Burg – Teil 1: Gedenken am Gedenkstein
Mit einer Gedenkveranstaltung unter dem Thema „80 Jahre Ankunft der Heimatvertriebenen im Burger Lager“ erinnerten die Egerländer Gmoin Herborn und Dillenburg an die Vertreibung. Die zweigeteilte Veranstaltung begann am Gedenkstein in der Burger Hauptstraße und fand ihre Fortsetzung in der evangelischen Kirche in Burg. Weiterlesen
19.04.2026 – Mitgliederversammlung der Egerländer Gmoi zu Hungen
Am Sonntag, den 19. April, fand die Mitgliederversammlung der Egerländer Gmoi zu Hungen im Gemeindehaus der katholischen Kirche statt. Wenige, aber sehr interessierte Gmoi Mitglieder waren erschienen, um gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückzublicken und wichtige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Weiterlesen
22.03.2026: Frühjahrstagung Egerländer Hessen „80 Jahre Vertreibung – 80 Jahre angekommen“
Landesvüarstäihare Gerlinde Kegel freute sich über 50 Teilnehmer an der Landesfrühjahrstagung der Egerländer in Hessen mit dem Thema „80 Jahre Vertreibung – 80 Jahre angekommen!“. Besonders begrüßte sie MdL Andreas Hofmeister, Beauftragter der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, und den ehemaligen Bundesvüarstäiha und Mitglied des Bundesvorstands Volker Jobst. Weiterlesen
17.01.2026: Landesjugendtag der Egerland-Jugend Baden-Württemberg

Am Wochenende vom 16. bis 18. Januar 2026 fand am Heiligenhof in Bad Kissingen die Mitgliederversammlung der Sudetendeutschen Jugend statt. Bereits zum zweiten Mal wurde es zum gemeinsamen Begegnungswochenende mit der Egerland-Jugend, der Böhmerwaldjugend und weiteren Mitgliedsgruppen. Neben den gemeinsamen Aktivitäten und Programmpunkten hielt die Egerland-Jugend Baden-Württemberg am Samstag ihren Landesjugendtag ab, an dem auch der SDJ-Vorsitzende Mario Hierhager teilnahm. Weiterlesen
17.01.2026: Trachten- und Dirndlball in Herborn
„Tradition gewinnt“ beim Trachten- und Dirndlball in Merkenbach
Ein „Böhmischer Traum“ aus Musik und Tanz bei Egerländer Gemütlichkeit wurde für die Gäste und alle Beteiligten am Samstag beim 72. Trachten- und Dirndlball für mehrere Stunden wahr. Die Egerländer Gmoi Herborn hatte eingeladen und viele Trachten und Dirndl füllten den Saal, was Gerlinde Kegel (Vorsitzende der Gmoi Herborn, zugleich Landesvorsitzende der Egerländer in Hessen) erfreut feststellte. Gäste mit den weitesten Anreisen nach Merkenbach kamen aus Darmstadt, Walldorf und – mit einer großen Gruppe – von der Egerländer Gmoi aus Offenbach. Und auch mehrere befreundete Vereine, wie z. B. der Westerwaldverein Herborn, der Musikzug Bicken, die Haaheapper Kraftsolms u.a. sind seit Jahren als Gäste vertreten. Weiterlesen
Weihnachtsgrüße 2025
Löiwe Mouhmen u Vettan, löiwe Moidla u Boum, liebe Freunde des Egerlandes!
All überall fanden 2025 Feierlichkeiten zu 80 Jahre Flucht und Vertreibung statt. Bei vielen der Erlebnisgeneration wurden die schrecklichen Erlebnisse wieder ins Gedächtnis gerufen. Und doch entschied man sich schon bald nach den erlebten Schicksalen und aus Liebe zur Heimat, zum Frieden und der Bereitschaft zur Versöhnung.
Mit der am 5. August 1950 verkündeten Charta haben es die deutschen Heimatvertriebenen gewagt,
den Kreislauf von Rache und Vergeltung zu unterbrechen und im Geiste gemeinsamer europäischer Werte einen Neuanfang zu wagen. Wo stünde Deutschland heute, hätten sich die Vertriebenen nicht bereit erklärt am Wiederaufbau tatkräftig mitzuwirken.
Man konnte uns die Heimat nehmen, aber nicht die Erinnerung daran. Das wir auch 80 Jahre später unsere Trachten tragen und unsere Traditionen bewahren, ist ein deutliches Zeichen unserer Heimatverbundenheit. Auch wenn die Erlebnisgeneration, altersbedingt immer weniger wird, so sind wir umso mehr auf unsere Jugend angewiesen, um unsere Werte weiterzupflegen.
Im April dieses Jahres habt ihr bei den Neuwahlen die Weichen für die Zukunft gesetzt. Nach dem Ausscheiden von Volker Jobst wurde ich zum neuen Bundesvüarstäiha gewählt. Sehr erfreulich dabei, dass mit dem Bundesjugendführer Alexander Stegmaier als Stellvertreter aus der Jungen Generation, ebenfalls ein Zeichen gesetzt werden konnte. Somit sind mit den Stellvertretern Alexander Stegmaier aus Baden-Württemberg, Gerlinde Kegel aus Hessen und Günther Wohlrab aus Bayern alle Landesverbände an vorderster Position vertreten.
Erfolgreich können wir auf die größeren Veranstaltungen 2025 zurückblicken. Der Egerlandtag und das Bundesjugendtreffen waren sehr gut besucht, ebenso die AEK-Begegnung mit dem Besuch der Egerländer aus Neuseeland, sowie die Bundeskulturtagung mit dem Konzert von dem Gospelchor „Mixed Voices“. Doch auf Erfolgen darf man sich nicht ausruhen und neue Herausforderung muss man jederzeit annehmen und erfolgreich zu Ende bringen. Lasst uns, was kommt, miteinander gestalten und erfolgreich begehen.
Die Hektik in der Vorweihnachtszeit reißt uns alle unbarmherzig mit. Die vielgepriesene besinnliche Adventszeit gehört wohl der Vergangenheit an. Umso mehr sollten wir versuchen, unseren Kindern und Enkelkindern zu helfen, diese notwendige Besinnlichkeit wenigsten im Familien- und Freundeskreis zu erhalten. So kurz vor dem neuen Jahr wird sicherlich jeder für sich, die vergangenen Monate entsprechend vorbeiziehen lassen, um daraus auch für das kommende Jahr 2026 die nötigen Erfahrungen zu sammeln.
Allen Mitgliedern, Freunden und Gönnern der Gmoin, der Landesverbände und des Bundes sowie besonders unserer Jugend danke ich für die Unterstützung und ehrenamtliche Mitarbeit im Jahr 2025. Viele haben sich mit großem persönlichem Einsatz zum Wohle unserer Gemeinschaft eingesetzt.
Ihnen allen ein herzliches „Vagelts Gott“!
Gsegnete Weihnachtn u a Glücksöllighs neis Gauha
Enka Bundesvüarstäiha und Landesvüarstäiha in Bayern
23.11.2025: Der fröhliche Jahresausklang der Egerländer Gmoi Hungen
Am Sonntag, den 23.11.2025, war es wieder so weit: Die Egerländer Gmoi Hungen lud zum traditionellen Jahresabschlusskaffee ein – und wie immer ließ sich niemand zweimal bitten. Schon beim Betreten des Gemeindesaals der katholischen Kirche in Hungen lag der Duft von frisch gebrühtem Kaffee und köstlichen Kuchen in der Luft. Man hätte meinen können, die Kuchenplatte hätte ein magisches Anziehungskraft-Feld, so zielstrebig wie alle darauf zusteuerten. Weiterlesen
07.-09.11.2025: Herbstseminar der Egerland-Jugend
Am Wochenende des 7. bis 9. Novembers 2025 fand das alljährliche Herbstseminar der Egerland-Jugend statt. Zum ersten Mal waren wir zu Gast im Heiligenhof im bayerischen Bad Kissingen. Dort waren wir nicht nur komfortabel untergebracht, sondern konnten in einem großzügigen und modern ausgestatteten Tagungsraum effektive und fleißige Proben im Tanzen und Singen durchführen. Weiterlesen




















