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Landeskulturtagung Hessen 2011


Für die Landeskulturtagung Hessen 2011 hatte Landeskulturwartin Gerlinde Kegel ein buntes Programm zusammengestellt. Planung ist notwendig, aber manchmal kommt es anders. Bedingt durch Krankheiten und Vertretungsaufgaben hatten fast alle Hauptreferenten abgesagt. So gab es ein kurzfristig weit gehend umstrukturiertes Programm. Dass es trotzdem eine sehr interessante Veranstaltung wurde, soll festgehalten werden. 55 Personen hatten sich zum Treffen am 26. März angemeldet, 18 von 24 aktiven Gmoin in Hessen ihre Teilnahme zugesagt.


Den Einführungsvortrag hielt Landesvüarstäiha Bernhard Glaßl über die Egerländer Mundart. Er zog die Bandbreite zunächst über die deutsche Literatur in den böhmischen Ländern im 13. Jahrhundert (Ulrich von Eschenbach, Heinrich von Freiberg, über das Egerländer Fronleichnamsspiel (14./15. Jahrhundert) bis hin zu Johannes von Tepl („Der Ackermann aus Böhmen“). Darauf aufbauend stellte er Besonderheiten der Egerländer Mundart vor. Diese wird erstmals verzeichnet in einer Darstellung von Hugo von Trimberg über die wichtigsten zwölf deutschen Mundarten. Viele Teilnehmer wünschten sich eine Vertiefung der Thematik bei einem späteren Termin.


Mona Hafer stellte die PowerPoint Präsentation "40 Jahre Bundesjugendtreffen" den interessierten Teilnehmern vor. Einige erkannten sich oder alte Bekannte auf den Bildern. Karl Huyer brillierte mit Egerländer Mundart von Dr. Michael Urban „Da Baua – Sehnsucht nach der Heimat". Gerlinde Kegel verlas den Vortrag von Dr. Wolf-Dieter Hamperl „Über Leben und Werk des Bildhauers Johann Adolf Mayerl“. Der 1884 geborene Mayerl erlernte zunächst im Betrieb seines Vaters das Hafnerhandwerk. Danach besuchte er die Fachschule für Keramik in Teplitz-Schönau sowie die Kunstakademie in Prag. Bekannte Arbeiten von ihm sind das Egerer Kriegerdenkmal, der Schlittschuhläufer, der 2,5 m hohe blockhafte Adler für das Jahndenkmal auf dem Spittelberg in Eger, sowie Tänzerinnen und Tänzer aus Marmor am Gebäude der Riunione der Adriatica in Prag. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er nach Schrobenhausen in Bayern vertrieben, wo er am 24. September 1954 verstarb. Ein Film der Gmoi Eichenzell über ihre Heimatstube und mit dem Bezug zur alten Heimat „Fleißen“ beendete den Vormittag.

Nach dem Mittagessen stand ein Hutzanachmittag auf dem Programm. Dieser wurde gestaltet von der Egerland Jugend Hessen, mit Tänzerinnen und Tänzern der Gmoi Dillenburg, verstärkt durch Mitglieder der Herborner Gmoi. Dargeboten wurden die Tänze „Schäi(n Lustigh“, „Labanter Roya“ und der „Jägerneuer“. Bei den Tänzen und den vorgetragenen Liedern, wie dem „Roußbuttnbou“ sangen die Besucher spontan mit. Auch gab es weitere schöne Mundartvorträge von Karl Huyer (z.B. „In unara Språuch“) und Edi Fenkl (z.B. „´s Fuarzfånga“).

Hans-Jürgen Ramisch

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