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Frühjahrstagung 2014 des Landesverbandes Hessen


Zur traditionellen Frühjahrstagung des Landesverbandes Hessen hatten sich über 40 Teilnehmer am 29. März in der Gmoi-Stu(b)m in Hungen eingefunden. Zum Hutza-Nachmittag kam später noch die Jugend der ortsansässigen Gmoi hinzu. Erfreut zeigten sich Landes-Vüa(r)stäi(h)a Bernhard Glaßl und Landes-Kulturwartin Gerlinde Kegel über die gute Resonanz. Höherer Altersdurchschnitt und weniger Gmoin treffen auch den hessischen Landesverband, nur durch ein attraktives Programm und die relative Nähe des Veranstaltungsortes zu den Gmoin ist es möglich, die Besucherzahl einigermaßen konstant zu halten.


Den Auftakt übernahm Mona Hafer, die gemeinsam mit Katharina König die Landesjugend Hessen anführt. Sie berichtete mit vielen Bildern über die Fahrt der Egerland-Jugend in 2013 ins Egerland. Fotos von Orten und Bauwerken wechselten sich mit Bildern der Mitreisenden ab. Ein ausführlicher Bericht über die Fahrt ist in unserer Stammeszeitschrift „Egerländer“ in der Folge 4 (Juli/August) 2013 nachzulesen. Und Mona Hafer hielt noch ein „Bonbon“ bereit: Für 2015 ist vom 13. bis 17. Mai erneut eine Fahrt ins Egerland geplant.

Auf rund 650 Jahre deutsche Braugeschichte im Egerland blickte Monika Kasper, Gmoi-Vüa(r)stäi(h)are von Kelsterbach, zurück. Ihre mittlerweile 94-jährige Mutter zählte zur Belegschaft der größten Egerer Brauerei, der „Ersten Aktienbrauerei“ und ist noch heute im Besitz ihrer damaligen Zeugnisse. Um 1300 gibt es mit einer Urkunde über ein „Bräuhaus“ den ersten Nachweis über das Bierbrauen im Ort. Steuern kamen ganz rasch, bereits um 1352 wird die städtische Biersteuer vermeldet. Damals war das Brauen im eigenen Haushalt üblich. Im 15. Jahrhundert bemühten sich Rittergüter und Klöster um die alleinigen Braurechte. Der Wenzelsvertrag von 1517 regelte den Streit zugunsten der Landadligen. Das Volk suchte und fand aber Lösungen. 1675 errichtete der Magistrat das erste Egerer Weißbierbräuhaus, nachdem von Mies und Triebl diese Biersorte nach Eger kam. 1875 gab es in Eger noch 13 bürgerliche und klösterliche Brauereien. Kriegsbedingt musste die Getreidelieferung an die Brauereien im Ersten Weltkrieg drastisch reduziert werden, da die Broterzeugung Vorrang hatte. Es wurde nur noch Dünnbier gebraut. Die 1873 in Betrieb genommene Erste Aktienbrauerei hatte unter anderem die berühmte Marke „Egerer Urbräu“ in ihrem Angebot. 1930 beschäftigte sie 300 Arbeiter, der Ausstoß betrug 185.000 Hektoliter. Die Gebäude der Aktienbrauerei sind heute einem Kaufland-Supermarkt gewichen. Egerer Bier gibt es jetzt aus Waldsassen.


Bedingt durch den plötzlichen Tod ihres Vüa(r)stäi(h)as Peter Patzina fiel der Beitrag des Männerchor der Gmoi Hofheim/Ried leider aus. Im Programm wurde die Lücke mit einem Egerländer Lieder-Wunschkonzert zum Mitsingen gefüllt, dass von den Gästen gerne angenommen wurde.

Das Mitwirken vieler prägte den Nachmittag. Christa und Jürgen sangen vertraute Lieder wie „Böhmerländer Stammtisch“, „s´ Höhneraug(n Lied“ und “As Bankerl unnan Baam“. Mit mehreren Mundart-Beiträgen erfreuten Edi Fenkl und Bernhard Glaßl. Besonders das lebhaft von Edi Fenkl vorgetragene „Missverständnis WC für Waldcapelle“ führte zu großer Heiterkeit unter den Gästen. Die Egerland-Jugend aus Hungen, verstärkt durch Mittänzer aus Dillenburg und Herborn, brachte Egerländer Tänze in vielen Variationen. Vom Lüneburger „Sprötzer Achterrüm“, über „Heint af d´ Nacht“, bis hin zur bekannten „Sternpolka“ reichte der Reigen der 15 Aktiven, mit dem der interessante und schöne Tag ausklang.

Bericht und Fotos: Hans-Jürgen Ramisch
Öffentlichkeitsarbeit, Landesverband Hessen

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