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Egerländer mit Pater Norbert in Rom


Egerländer mit Pater Norbert Schlegel in Rom

In der letzten Aprilwoche 2009 machten sich 16 Mitglieder und Freunde der Egerland-Jugend, unter der Führung von Pater Norbert Schlegel, auf den Weg in die Ewige Stadt.
Nun führen ja bekanntlich viele Wege nach Rom; unserer führte uns standesgemäß mit der Lufthansa von München und Frankfurt zum Flughafen Fiumicino.

 

  in dieser Galerie

 

Im Hotel angekommen, werden Pläne geschmiedet.

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Der Mann mit dem Stift hat das Sagen!

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Diese gelbe Weste werden wir noch öfter zu sehen bekommen.

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Bereits am ersten Nachmittag führte uns der Weg auf den Petersplatz.
(gelbe Weste)

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Abendstimmung am Trevi-Brunnen.

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Vom Hotel aus hatten wir bereits diesen Ausblick auf die Kuppel der Peterskirche.

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Am Mittwoch war die Generalaudienz von Papst Benedikt XVI der Höhepunkt

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Die Reisegruppe

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Die „Jobst-Måi(d)la“!

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v.l.: Martina Pawlik, Elke Trübswetter, Marlies Effenberger, Petra Glaßl (gelbe Weste)

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Wir dachten fast alle, Anja hätte wieder was kaputt gemacht!!

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Marlies Effenberger roch an allem was Blüten hatte.

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In den Katakomben vor Rom hielt Pater Norbert nur für unsere Gruppe eine Messe an ungewöhnlichem Ort.

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Nein, dies Buch war nicht Norberts Reiseführer!

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Bundesjugendführer Volker Jobst hat bereits im Herbst 2008 zusammen mit Pater Norbert die Reisepläne für diese Fahrt geschmiedet, welche dann nur noch auf Interesse potenzieller Teilnehmer stoßen mussten. Da der Reisetermin außerhalb der Schulferien lag, gingen leider bei den Verantwortlichen nicht genug Anmeldungen für die geplante Busreise ein. So kam es, dass eben eine Fluglinie gesucht wurde, welche 17 Reisende aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen möglichst zeitgleich nach Rom bringen konnte. Dank des Einsatzes von EJ`ler Martin Wetza aus Ingolstadt war es möglich, mit zwei Fliegern aus München und Frankfurt, in einem Zeitfenster von nur einer Stunde, von zwei deutschen Flughäfen zu starten und ebenso nur um eine Stunde versetzt in Rom wieder zusammen zu treffen. So konnte der Anreisetag schon ab 9.10 Uhr in Rom genutzt werden.

Der erste Vormittag wurde mit Transfer zum Hotel, Zimmerbelegung und Mittagessen verbracht. Das Hotel, 800m vom Petersplatz gelegen, war sehr sauber, ruhig und kostengünstig bei Vollverpflegung. Unser Pater Norbert hat in diesem Hotel schon viele Reisegruppen untergebracht und war daher entsprechend gerne gesehen und wurde herzlich überall begrüßt. Wir wurden im Hotel stets als „Gruppo Schlegel“ geführt.
Norbert überraschte die Mitreisenden mit seinem nahezu perfekten italienisch, welches auf seine Studienzeit in Rom und seine vielen Reisen hier her zurück zu führen ist.

Nach guter italienischer Kost und kurzer Lagebesprechung auf der Terrasse, ging es los zum Petersplatz und zur Kirche St. Peter, dem Petersdom. Petersdom ist die im deutschen Sprachraum übliche Bezeichnung für die Peterskirche in Rom. Ihren Vorgängerbau, auch Alt St. Peter genannt, ließ Konstantin der Große um 324 als Grabeskirche über dem vermuteten Grab des Apostels Simon Petrus errichten. Der Petersdom ist die größte, aber nicht die ranghöchste der vier Patriarchalbasiliken in Rom. Das ist die Lateranbasilika, die Kathedrale von Rom. Der Petersdom ist das Zentrum des unabhängigen Staats der Vatikanstadt. Der Petersdom fasst 60.000 Personen und ist mit einer überbauten Fläche von 15.160m² eine der größten Kirchen der Welt. Michelangelos berühmte Pietà befindet sich in der ersten Seitenkapelle des rechten Seitenschiffs (in der Nähe der Heiligen Pforte). Sie ist 1,75m hoch und ruht auf einer 1,68m breiten Standplatte. Michelangelo vollendete dieses Werk im Jahr 1500 als er 25 Jahre alt war. Auf dem Brustband Marias befindet sich die Inschrift: „MICHAEL.A[N]GELVS.BONAROTVS.FLORENTIN[VS].FACIEBA[T]“ (Der Florentiner Michelangelo Buonarroti hat es gemacht). Nachdem die Pietà 1972 bei einem Attentat schwer beschädigt worden war, wurde sie nach den Restaurierungsarbeiten hinter Panzerglas wieder aufgestellt.

Noch bei gutem Wetter konnten die Eindrücke des Petersplatzes und der Anblick des Petersdomes auf die Reisenden wirken. Hier begann nun Pater Norbert mit seinen reichhaltigen Informationen über die besuchten Plätze, Bauten, Arenen und über die christliche Geschichte Roms und der katholischen Kirche. Hier in Rom treffen die Götter der Antike auf die Kaiser des Römischen Reiches und die christliche Geschichte. Eine unglaublich geschichtsträchtige Stadt, die unmöglich in ihrer Bedeutung und Geschichte in einer oder gar mehreren Reisen erfasst werden kann.

Beim Verlassen des Petersdoms erfasste uns das schlechte Wetter mit Regen und viel Wind, welches bis zum Abend des zweiten Tages anhalten sollte. Die eifrigen Geschäftemacher an touristisch derart wichtigen Stätten hatten schnell die Verkaufsstände mit Postkarten gegen die mit Regenschirmen ausgetauscht. Hier ist man auf alles vorbereitet!

Die Mahlzeiten wurden stets im nahe gelegenen Hotel eingenommen, was immer einen Fußmarsch oder das Abenteuer des römischen öffentlichen Personennahverkehrs bedeutete. Der gemeine Romreisende benötigt in dieser Stadt in der Tat kein Auto, denn vieles kann per Pedes oder eben mit Bus und Straßenbahn erreicht werden. Für letzteres benötigt man aber am besten Kenntnisse in der Landessprache, Geduld und detektivischen Spürsinn für Verkehrsnetz und Bezeichnungen von Haltestellen. Das Fortkommen von einer 17-köpfigen Reisegruppe per Linienbus ist im römischen Berufsverkehr kein leichtes Unterfangen. Versuchen Sie mit 17 Personen in einen Bus einzusteigen, der bereits eigentlich überfüllt ist. Glauben Sie mir, es geht! Man kommt sich eben näher.

Der Dienstagvormittag wurde wegen dem schlechten Wetter zum Besuch der Vatikanischen Museen genutzt. Hier erstaunten uns alle vorab die wartenden Menschenmassen entlang der Straße am Museumseingang. Die Vatikanischen Museen beherbergen die päpstlichen Kunstsammlungen und befinden sich auf dem Territorium der Vatikanstadt. Im Museum hat der Besucher demnach italienisches Staatsgebiet verlassen. Wie der Name schon sagt, beinhaltet dieses Museum eigentlich mehrere Museen unter einem Dach. Hier wären z.B. die orientalischen Altertümer, die klassische Antike, die frühchristliche und mittelalterliche Kunst sowie die Kunst der Renaissance genannt. Definitiv aber viel zu viel „Stoff“ für einen Museumsbesuch von wenigen Stunden. Der wohl bekannteste Teil, der im Zuge eines Museumsbesuches besichtigt werden kann, ist die Sixtinische Kapelle. Besondere Berühmtheit erlangte die Kapelle durch ihre Ausschmückung mit Fresken. Die Deckenmalereien malte Michelangelo zwischen 1508 und 1512 im Auftrag von Papst Julius II. Sie wurden am 1. November 1512 enthüllt und zeigen Szenen aus der Genesis auf insgesamt 520m² mit 115 überlebensgroßen Charakteren. Besonders der Ausschnitt „Die Erschaffung Adams“ ist ein weltberühmtes und oft reproduziertes Werk. Es zeigt, wie Gottvater mit ausgestrecktem Finger Adam zum Leben erweckt.

Nachmittags wurde die Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore besucht und die Bedeutung des Bauwerkes von Pater Norbert erläutert. Santa Maria Maggiore ist eine der vier Patriarchalbasiliken Roms und wurde unter Papst Sixtus III. von 432-440 errichtet.

Im Anschluss wurde die nahe gelegene Basilica Santa Prassede besichtigt. An Schönheit und Glanz überbot ein Gotteshaus das andere.
Bereits um das Jahr 150 wurde von Papst Pius I auf dem Esquilin eine Kapelle errichtet, die der Heiligen Praxedis von Rom, einer frühchristlichen Märtyrerin, geweiht war. Unter Papst Siricius wurde dann an dieser Stelle ein weiterer Vorgängerbau der heutigen Kirche errichtet. Im Jahre 1198 übertrug Papst Innozenz III die Kirche den Vallombrosanern, einem Zweig des Benediktinerordens.
Um die dritte Kirche am Nachmittag zu sehen, suchten wir San Pietro in Vincoli auf. Der Grundstein dieser Kirche wurde 431 gelegt und 439 von Papst Sixtus III. geweiht. Bekannt ist diese Kirche durch das Kenotaph (Ehrenzeichen für einen Toten) für Papst Julius II., welches Michelangelo geschaffen hat. Hier befindet sich die berühmte Statue des Mose, der Rahel und Lea.

Der Abend zog die Gruppe u.a. zum Pantheon. Das Pantheon war ursprünglich ein allen Göttern geweihtes Heiligtum. Welche Götter hier genau verehrt werden sollten, ist umstritten. Das Pantheon wurde von 118 bis 125 n.Chr. unter Kaiser Hadrian errichtet. Die Kuppel des Pantheons war für mehr als 1700 Jahre die größte Kuppel der Welt gemessen am Innendurchmesser und gilt allgemein als das am besten erhaltene Bauwerk der römischen Antike. Seit 609 dient es als Kirche mit dem Namen „Sta. Maria ad Martyres“ und in neuster Zeit als Grabstätte der italienischen Könige. Das Weihefest dieser Kirche führte zum Allerheiligenfest.

Am selben Abend bot der Trevi-Brunnen (Fontana di Trevi) einen besonderen Anblick, den jeder Romreisende genießen sollte. Dieses Bauwerk ist mit 26m Höhe und 50m Breite der größte Brunnen Roms und der bekannteste der Welt. Er wurde in 30 Jahren von 1732 ab erbaut.
Der Platz vor dem Brunnen war voller Menschen jeden Alters und vermutlich auch jeder Nationalität. Wen wundert es, dass ausgerechnet hier das gute italienische Speiseeis zu Spitzenpreisen verkauft wurde?!
Den Abschluss des Abends fanden wir auf der Piazza Navona auf dessen Mitte der 1649 geschaffene „Vierströmebrunnen“ (Fontana die Quattro Fiumi) angelegt ist. In ihm treffen die größten Ströme (Donau, Nil, Ganges und Río de la Plata) der damals bekannten vier Kontinente symbolisch zusammen.
Für den Mittwochvormittag war der Höhepunkt der Reise eingeplant. Fast an jeden Mittwochvormittag lädt Papst Benedikt XVI. zur Generalaudienz auf den Petersplatz ein. Die Egerländer wären nicht die Egerländer, wenn nicht auch dies durch Pater Norbert wahrgenommen worden wäre. Norbert bestellte vorab von Brannenburg aus die Einlasskarten, welche am Vorabend im Vatikan abgeholt werden mussten. Ohne diese begehrten Karten gab es keinen Einlass zu dem relevanten Bereich des Petersplatzes und zu den begehrten Sitzplätzen. Es galt ja nun rd. 4 Stunden auszuhalten um das Eintreffen und die Ansprache vom Heiligen Vater zu erleben. Da wie erwähnt die Karten von besonderer Wichtigkeit waren, wurde die Abholung zur „Chefsache“ erklärt und BJF Volker Jobst zog los um dies heroisch zu erledigen. Quer über den Petersplatz in ein Büro des Apostolischen Palastes. Mutig vorbei an Schweizer Gardisten hinein in das erwähnte Büro. Hier hatte er nun erwartet mit Händen und Füßen erklären zu müssen was er wolle, aber es reichte das Stichwort „Audienz“ und eine Buchungsnummer und schon hatte er ein Kuvert mit der Aufschrift „Egerländer Jugend“. Hey und das im Vatikan. Hier kennen die uns nun also auch! Klaro, Pater Norbert hatte uns ja auch so angemeldet!

Die eigentliche Generalaudienz begann um 10.30 Uhr mit dem Eintreffen von „unserem“ Papst Benedikt XVI.. Er kam aber nicht wie irgendjemand, sondern wie zu erwarten war in seinem Papamobil. Besonders erfreulich war, dass dieses Gefährt an diesem Vormittag ohne gepanzerte Glasscheiben durch die Reihen fuhr. Dies ermöglichte uns einen noch besseren Blick auf den Papst. Ein sicherlich ebenso unvergesslicher Moment, wie für manche von uns die Reise nach Banja-Luka 2003 zu Johannes Paul II..
Zahlreiche anwesende ausländische Pilgergruppen wurden persönlich von einem Redner begrüßt und manches Mal auch von Papst Benedikt mit einem Winken bedacht. So wurde gespannt auf den Moment gewartet, bis auch die Egerland-Jugend angesagt wurde und wir lauthals uns bemerkbar machten. Als die Ansprach in vier Sprachen gehalten war, zog sich der Pontifex mit zahlreich anwesenden Bischöfen und Kardinälen zurück. Der wichtigste Programmpunkt der geplanten Reise war zu Ende. In reichlich geschossenen Fotos und Videoclips werden diese Stunden festgehalten.

Am Nachmittag wird wieder auf wirklich antiken Wegen gewandelt. Es stehen Forum Romanum, Colosseum und Palatin auf dem Programm.
Einige der ältesten und wichtigsten Heiligtümer, vor allem aus republikanischer Zeit, finden sich auf dem Forum Romanum. Hier standen der Tempel des Saturn, der Janustempel, der Concordiatempel sowie das zentrale Heiligtum des Forum Romanum, das Haus der Vestalinnen mit dem Tempel der Vesta.
Das nahe gelegene Colosseum war das erste steinerne Amphitheater Roms, welches 29 v.Chr. von Kaiser Augustus eingeweiht wurde. Beim Großen Brand von Rom 64 n.Chr. wurde es fast gänzlich zerstört. Kaiser Nero erstellte einen hölzernen Ersatz und baute zugleich noch am Südhang des Esquilin eine neue Palastanlage, die Domus Aurea. Nach Kaiser Neros Tod um 72 veranlasste dessen Nachfolger Kaiser Vespasian den Bau eines neuen steinernen Amphitheaters. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 80 wurde das Colosseum mit hunderttägigen Spielen eröffnet, unter anderem mit Gladiatorenkämpfen, nachgestellten Seeschlachten und Tierhetzen, bei denen 5000 Tiere in der Arena getötet wurden.
Die Basilika San Giovanni in Laterano ist wahrscheinlich die älteste Kirche der Christenheit, vor allem ist sie aber die wichtigste, denn sie ist die Kathedrale von Rom. Der Papst ist gleichzeitig Bischof von Rom und an den Hauptaltären der vier Patriarchalbasiliken – wozu eben auch San Giovanni in Laterano gehört – darf nur er heilige Messe feiern.

Nach einem sehr anstrengenden Tagesprogramm, wurde am Abend nur von einer kleinen Gruppe die Spanische Treppe aufgesucht. Diese Treppe gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Roms. Sie gilt auch als beliebter Treffpunkt für junge Römer und Touristen.
Die Gegend um die Straße Via Condotti am Fuß der Treppe wurde zum luxuriösen Einkaufsbezirk mit sämtlichen Nobelmarken.

Am Donnerstagvormittag unternahm die Gruppe eine weite Fahrt mit den schon beschriebenen öffentlichen Verkehrsmitteln in einen Außenbezirk Roms.
St. Paul vor den Mauern war das Ziel. Wie der Name schon verrät, liegt diese antike Kirche außerhalb der noch erhaltenen antiken aurelianischen Stadtmauer. Hier wurde der Apostel Paulus als römischer Bürger um 67 außerhalb der Stadt enthauptet und sein Leichnam wieder etwas stadteinwärts an der Via Ostiense in einer römischen Nekrople (Gräberfelder außerhalb von Städten) beigesetzt. Die hier entstandene einzige noch intakte antike Großkirche Roms wurde 1823 durch ein Feuer stark beschädigt. Der Architekt des Wiederaufbaus Luigi Poletti ließ dennoch erhebliche noch gut erhaltene Kirchenteile gänzlich einreißen. Auch sie gehört zu den vier Patriarchalbasiliken Roms.
Über die Säulen im Kircheninneren zieht sich ein langes Band von 265 Medaillons mit den Porträts der Päpste hin. Ab dem 16. Jahrhundert wurden die Päpste realistisch dargestellt, wobei es sich bei den Päpsten vorher um Phantasiedarstellungen handelt. Der Legende nach kommt Christus wieder, wenn kein Platz mehr für ein weiteres Medaillon vorhanden ist. Unter Johannes Paul II. wurde Platz für reichlich weitere Papstporträts geschaffen. Für viele Besucher dieses Gotteshauses war diese die eindrucksvollste von allen.

Es darf nicht wundern, dass am Nachmittag wieder die eine oder andere Kirche auf dem Programm stand.
Die Basilika Santa Maria sopra Minerva wird als die einzige gotische Kirche Roms bezeichnet. An der Piazza della Minerva im Viertel Pigna in der Nähe des Pantheons gelegen, wurde sie über der Ruine eines angeblichen früheren römischen Minerva-Tempels errichtet, daher der Name (ital. sopra „über“). Heute weiß man jedoch, dass sich das Minervaheiligtum ca. 200m weiter östlich befand. Die Kirche untersteht dem Dominikanerorden. In der Vergangenheit war sie Schauplatz wichtiger Inquisitionsprozesse, so etwa auch der Prozesses gegen Galileo Galilei und Luigi Pasquali. Die heilige Katharina von Siena und der Maler Fra Angelico wie auch die Medici-Päpste Leo X. und Clemens VII. liegen hier begraben. Bekannt ist Sta. Maria sopra Minerva u.a. durch Michelangelos Statue des „Auferstandenen Christus“ und der berühmten Frescen von Lippi in der Grabkapelle für Papst Paul IV., die „Capella Carafa“.
Bei Tag wurden mit allen Teilnehmern nochmals die Spanische Treppe und der Trevi-Brunnen aufgesucht. Ehrlich: Bei Nacht sind beide Sehenswürdigkeiten am schönsten!

Der letzte Abend wurde auch zum Abendessen in der Nähe der Piazza Navona genutzt. Was direkt an der Piazza unerschwinglich ist, kann in einer Seitenstraße durchaus zu moderaten Preisen genossen werden: Echt italienische Pizza und Pasta!

Am Vormittag des Abreisetages kam Pater Norbert einem spontanen Wunsch der Reisenden nach, indem er eine kleine intime Messe nur für die 16 EJ`ler und deren mitgereisten Freunde hielt. Diese Messe fand aber nicht irgendwo statt, sondern in den so berühmten Katakomben an der antiken Via Appia. Diese ältesten Katakomben Roms sind vorchristlichen Ursprungs und hatten den ursprünglichen Zweck, hier die Toten, zuerst der Juden dann der Christen, zu bestatten. Diese Katakomben wurden nicht als geheime Verstecke von den Christen benutzt. Dies ist eine Legende aus den Bereichen von Romanen und Filmen.

Auf dem Weg zurück zum Hotel, wo bereits die gepackten Koffer zur Abreise deponiert waren, führte uns der Weg wie immer am Petersplatz vorbei. Da noch etwas Zeit vorhanden war, entschlossen sich die einen für den Aufstieg auf die Kuppel von St. Peter, die anderen für die Krypta des Domes. Hier unten war es ein besonderes Gefühl an den Grabstätten von bedeutenden Päpsten vorbei zu gehen. Hier führt der Weg auch an der letzten Ruhestätte von Johannes Paul II. vorbei, an den die jüngeren von uns noch die meiste Erinnerung selbst haben.

Nach dem Mittagessen im Hotel wurde gegen 16 Uhr die Truppe von Großraumtaxen auf direktem Weg zum Flughafen gebracht, von wo aus auch am Abend die Flieger alle wieder heil nach München und Frankfurt brachten.

Fünf schöne, anstrengende, aber sehr eindrucksvolle Tage lagen hinter jedem, welche jedoch bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben werden.

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an den Visitator für die sudetendeutsche Volksgruppe Pater Norbert Schlegel für die Reiseleitung und die umfangreichen Informationen in Rom.

 

Volker Jobst

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