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32. Landestreffen der Eghalanda Gmoin Hessen am 27./28. August 2016


Erneut hatte man Hungen als Austragungsort für das 32. Landestreffen der Egerländer in Hessen und den gemeinsamen Termin mit dem 94. Schäferfest gewählt. Kaiserwetter, aber realistischer brütende Hitze herrschte an diesem Wochenende. Sicher ein Grund, dass einige ältere und kranke Egerländer dem Treffen ferngeblieben sind. Trotzdem gab es eine eindrucksvolle Kulisse an Trachtenträgern und Gästen. Auch Bundesvüarstäiha Volker Jobst war der Einladung der Hessen trotz des gleichzeitig stattfindenden Vinzenzifestes, dem 32. Egerländer Landestreffen in Baden-Württemberg, gefolgt.

  in dieser Galerie

 

Totenehrung

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Kirche

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Landeschor

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Festzug

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Festzug

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Ehrentisch

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Böhmische Freunde

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Sudetendeutsche Tanzfolge

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Radetzkymarsch

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Kein schöner Land

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Bereits am Samstag konnten die Landesjugendführerinnen Mona Hafer und Katharina König Aktive zu ihrem Landes-Jugendtreffen begrüßen. Gemeinsam wurden am Nachmittag Tänze eingeübt, bevor es am Abend zum Schäferfest ging. Dort hatte die Gruppe einen Auftritt im Festzelt, bei dem mehrere Tänze dargeboten wurden. Anschließend beteiligte sie sich noch am Gruppenwettbewerb, dem 1. Hungener Schäferfest-Award. Bei diesem konnte sie – trotz teilweise landwirtschaftsbezogener Aufgaben – den dritten Platz belegen.

Der Sonntagmorgen begann wie üblich mit dem Totengedenken. Eine beachtliche Zahl an Trachtenträgern und Besuchern hatte sich zu der frühen Stunde am Vertriebenendenkmal der Stadt Hungen eingefunden. Kaplan Michael A. Leja, Landeskulturwartin Gerlinde Kegel und Landesvüarstäiha Bernhard Glaßl gedachten der Verstorbenen sowie den bei der Vertreibung umgekommenen Menschen. Glaßl erinnerte mit ergreifenden Worten an den am 26. August 2006 verstorbenen ehemaligen Bundesvüarstäiha Günther Müller.

Mit dem eindrucksvollen Einmarsch der Fahnen in die St. Andreas Kirche begann der Festgottesdienst. Kaplan Leja begann seine Predigt mit dem Thema „Überlebenstipps bei Familienfeiern“. Er leitete über zu einer Geschichte aus dem Lukas-Evangelium, bei der ein reicher Mann viele Leute zum Essen eingeladen hatte. Doch einer nach dem anderen sagte aus fadenscheinigen Gründen ab. So schickte er seinen Diener und lud behinderte sowie letztendlich auch obdachlose Menschen zum Essen ein. Auch wir sind eingeladen der Einladung Gottes zu folgen, war Lejas Fazit.

Die Egerländer Volkssingmesse und andere Lieder bildeten die musikalische Umrahmung, bei der der erweiterte Landeschor der Egerländer  und Bernhard Glaßl an der Orgel besonders hervorzuheben sind. Von der Kirche ging es in die Stadthalle, in der das gemeinsame Mittagessen mit musikalischer Umrahmung stattfand.

Die Temperaturen von über 35° stellten für alle Beteiligten beim Festzug eine besondere Herausforderung dar. Während viele Zuschauer sich nur im Schatten aufhielten, waren die Mitwirkenden der Sonne weitgehend ungeschützt ausgesetzt. Rund 50 Zugnummern gab es. Schafe gab es allerdings diesmal keine im Festzug, sie hatten Hitzefrei bekommen.

Fahnen und Wappentücher der Egerländer Orte prägten das Auftreten des Egerländer Landesverbandes im Festzug des Schäferfestes. Beeindruckend, dass doch rund 60 Egerländer Trachtenträger  im Festzug mit gelaufen sind. Leider konnte diesmal keine „mitlaufende“ Kapelle gefunden werden, so dass auf die gewohnten Egerländer Klänge verzichtet werden musste. An den Moderationsständen wurden unsere vorbereiteten Informationen über das Egerland und den Landesverband den Besuchern vermittelt.
Der Nachmittag stand im Zeichen des Volkstumsnachmittags. Nach dem Einmarsch der Fahnen sowie der Trachtenträger folgte ein buntes, abwechslungsreiches Programm. Landesvüarstäiha  Bernhard Glaßl begrüßte die Gäste und die Aktiven. Bürgermeister Rainer Wengorsch (zugleich Schirmherr der Veranstaltung) ging in seinem Grußwort auf die Vertreibung von 12 Millionen Menschen aus ihrer Heimat und deren Integration in die neue Heimat ein. „Die damaligen Vertriebenen, aber auch ihre Nachkommen sind wichtige Bürgerinnen und Bürger geworden, die entscheidend zur Entwicklung beigetragen haben und dies auch weiterhin tun. Nicht nur in Hungen, sondern in ganz Hessen und darüber hinaus.“ Einen aktuellen Bezug gibt es zu der auch in diesem Jahr in Hungen ausgetragenen Europawoche, die diesmal Tschechien als Gastland hatte.

Siegbert Ortmann, Landesvorsitzender des Bundes der Vertriebenen (BdV) Hessen, ging besonders auf die immer häufiger anzutreffende Auflösung von Vereinen von Vertriebenen, besonderes auf überörtlicher Ebene, ein. Häufig sind damit Aussagen wie „Wir haben alles erreicht!“ oder „Wir haben alle Auszeichnungen!“ verbunden. Es folgt „Es gibt keinen Nachwuchs!“ oder „Wer soll es übernehmen?“, und „Deswegen lösen wir den Verein jetzt auf!“. Aber die Träger haben einen Auftrag und es ist nicht ihr Verein. Somit sind nach seiner Meinung Lösungswege für eine Fortführung, zumindest aber für eine Weitergabe der Informationen zu suchen.

Das Grußwort für die Egerland-Jugend übernahm Landesjugendführerin Mona Hafer, die als wesentliche Aufgabe die Aufrechterhaltung und Weitergabe der Egerländer Tradition herausstellte. Die Landesjugend tritt aktiv besonders mit diversen Auftritten und den Fahrten ins Egerland hervor.

„Gerd Ziegler & Die böhmischen Freunde“, eine 20-köpfige Formation aus Hungen, unter der Leitung von Gerd Ziegler, gestalteten den musikalischen Beitrag des Volkstumsnachmittags. Die herrlichen Egerländer Klänge, gekonnt dargeboten, gefielen den Besuchern.

Die Egerland-Jugend aus Hessen gestaltete weitgehend das Programm des Nachmittags. Hierzu gehörten Lieder wie  „A schäi(ns Liedl an Eghalånd“, der „Roußbuttnbou“ und „Dåu bin i hi(n)gånga“. An Tänzen sollen beispielsweise die „ Sudetendeutsche Tanzfolge“, der „Gumbinner“ und „Da Verdrahte“ genannt werden. Die aktiven Tänzer kamen aus den Gmoin Braunfels, Dillenburg, Herborn, Hungen und Offenbach.

Den Abschluss der Tänze bildete der von der Egerland-Jugend aus Hungen gezeigte „Radetzkymarsch“, der wie immer viele zum Mitklatschen verführte. Den Schlusspunkt des Landestreffens setzte wie immer das Lied „Kein schöner Land“.

Bericht und Fotos:
Hans-Jürgen Ramisch, Öffentlichkeitsarbeit, Landesverband Hessen

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