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37. EJ-Bundestreffen 2007


Bundestreffen der Egerland-Jugend im nordbadischen Rauenberg

In Rauenberg bei Heidelberg gibt es zwar zahlreiche deutsche Heimatvertriebene, aber eine Egerländer Gmoi gibt es hier nicht. Rauenberg ist aber seit einigen Jahren der Wohnort von Bundesjugendführer Volker Jobst, der es sich in den Kopf setzte, eines der Jugendtreffen in seiner Gemeinde auszutragen. So wurde beim Bundesjugendtag im November 2005 mit breiter Mehrheit beschlossen, das 37. Bundestreffen der Egerland-Jugend vom 6.-8. Juli 2007 in Baden stattfinden zu lassen. Hier trafen die Verantwortlichen der Bundesjugendführung in vielerlei Hinsicht auf offene Ohren und interessierte Gesprächspartner. Die Stadtverwaltung und die Bürgerschaft Rauenbergs waren angetan von dem Plan, egerländer Kulturgut welches von jungen Egerländern hoch gehalten wird, in der Stadt zu haben.

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Trotz Ferien in Hessen und der tschechischen Republik trafen sich noch rd. 200 junge Egerländer und deren Gäste zum traditionellen Ablauf eines Bundesjugendtreffens. Einige Gruppen der EJ sagten ihre Beteiligung an der Veranstaltung ab, da es zu örtlichen Terminüberschneidungen kam und die Gruppen eben auch selbst ihre Termine koordinieren.

Das ereignisreiche Wochenende begann am Freitagnachmittag mit einem Empfang des Bürgermeisters Frank Broghammer zu Ehren der Egerland-Jugend. BM Broghammer hob in seiner Ansprache die Bedeutung des Weinbaus und die schöne landschaftliche Lage Rauenbergs hervor. Seine Worte unterstrich er mit schönen Bildimpressionen eines Kurzfilmes über Rauenberg. Der Bundesvorsitzende der Egerland-Jugend Volker Jobst bedankte sich nachdrücklich bei BM Frank Broghammer und den Verantwortlichen der Stadtverwaltung für die Offenheit und das Entgegenkommen bei der Planung und Durchführung des Jugendtreffens. In seiner Ansprache ging Volker Jobst recht ausführlich auf das Szenario der Vertreibung von 3,5 Mio. Sudetendeutschen in den Jahren 1945/46 und die daraus entstandenen Verhältnisse ein. Auch in Rauenberg wurden fast 500 deutsche Heimatvertriebene aufgenommen, was auch die Rauenberger Bevölkerung damals in schwierige Verhältnisse brachte. Alles wurde knapp: Wohnraum, Lebensmittel, bis hin zum Brennstoff. Das Unrecht der Vertreibung der Deutschen aus den deutschen Ostgebieten wird von der Egerland-Jugend ebenso verurteilt, wie jegliche Arten von Vertreibungen überall auf der Welt. Im Vordergrund der Arbeit der Egerland-Jugend steht jedoch die egerländer Brauchtumspflege, was den Erhalt und die Erinnerung an das sehr alte egerländer Kulturgut ermöglicht.
Bei einem gepflegten Glas Rauenberger Wein und Brezeln war der Einstieg in eine – wie man noch erfahren sollte – sehr schöne Kulturveranstaltung mit jungen Menschen gelungen.

Als die 45-köpfige Delegation der Egerländer vom Rathaus zurück in die Mannabergschule und die Mannaberghalle kam, waren bereits einige Gruppen ins Quartier eingezogen und andere bereits gemütlich beim Abendessen. Der Freitagabend verging mit guten Gesprächen, vielen Lachen, gutem Essen und um 24.00 Uhr mit dem 18. Geburtstag von Måidl Sandra Kindl aus Ingolstadt. Schön, dass Sandra auch an einem für eine Jugendliche so wichtigen Tag bei der Egerland-Jugend war. Das erkannte auch der Bürgermeister und "belohnte" Sandra am Sonntag hierfür mit einem speziellen Geschenk.

Bundesjugendführer Volker Jobst eröffnete offiziell am Samstag um 9.30 Uhr in der kleinen Mannaberghalle das Treffen mit der Begrüßung der Gruppen und der bis dahin schon anwesenden Ehrengäste. Ebenso sprach für die Gmoi Offenbach Mouhm Roswitha Gangl zu den Anwesenden. Sie machte bereits Werbung für das nächste, das 38. Bundestreffen der Egerland-Jugend 2008 in Offenbach. Die Egerland-Jugend Offenbach begeht in 2008 ihr 50. Bestandsjubiläum und lädt deshalb die EJ zum Bundestreffen ein.
Nach der Begrüßung stellte Volker Jobst den Kindern Vetter Hatto Zeidler aus dem nahegelegenen Taiernbach vor. Hatto übernahm die Aufgabe, mit ca. 50 Kindern einen "Egerländer Bumerang" und ein kleines gebundenes Büchlein herzustellen. Diese Erläuterungen gab er in feinster egerländer Mundart und doch sehr kindgerecht von sich. Hatto zog sich mit wenigen erwachsenen Betreuern für zwei Stunden zum Basteln zurück und die Kinder hatten dabei viel Spass.

Die Jugendlichen und die Junge Generation zog sich u.a. zu Chor- und Tanzproben am Vormittag zurück. Im Foyer nahmen sich die Bundestrachtenbeauftragten Hermine Bender, Henny Hlawatsch, Elke Trübswetter und Maria Jobst einem speziellen Thema der egerländer Frauentrachten hin. Das Binden einer Kopfbedeckung für Frauen in Form eines "Schnurrntöichls" gewann an Aktualität als bekannt wurde, dass dieses Tuch nicht nur zur Egerer Stadttracht getragen werden kann. Mehrfach konnten Frauenköpfe bedeckt werden und so auch heuer der Tradition der Egerländer Tracht Rechnung getragen werden.
Am Vormittag trafen in Rauenberg Bundesvüarstäiha Dr. Ralf Heimrath sowie Landesvüarstäiha Ernst Schneider und Bernhard Glaßl ein. Ebenfalls waren viele ehemalige Bundesvorstandmitglieder anwesend, die auch nach dem Ausscheiden aus Amt und Würden somit ihre Verbundenheit mit der EJ unterstrichen. Die Verantwortlichen und auch die Gruppenmitglieder der Egerland-Jugend wissen sehr wohl die Anwesenheit der sogenannten Erlebnisgeneration an Veranstaltungen der Jugend einzuschätzen und entsprechend zu honorieren.
Der Nachmittag stand wie gewohnt ganz im Zeichen der musischen Wettbewerbe der Kinder-, Schüler-, und Jugendgruppen. Eine zehnköpfige Jury beobachtete aufmerksam die Darbietungen und bewertete entsprechend. Ebenso in den Disziplinen der Gesangs- und Instrumentalgruppen und der Mundartecke der Kinder. Hierfür wurden Juroren in Bernhard Glaßl, Hermine Bender, Dieter Markgraf, Susanne Theimer (Tochter des 1. Bundesjugendführers) und Mathias Baumann (Sohn der unvergessenen Erich Baumann) gefunden.

Ein Höhepunkt des Wochenendes war der Besuch und die Ansprache des baden-württembergischen Innenministers und Landesbeauftragten für Vertriebene und Flüchtlinge Heribert Rech, MdL am Samstagnachmittag. Heribert Rech nahm sich reichlich Zeit um die Egerland-Jugend bei den Wettbewerben zu beobachten. Seine herzliche Ansprache in der kleinen Mannaberghalle war kurzweilig und war gespickt mit Detailinformationen über die Arbeit der Egerland-Jugend. Der Zuhörer merkte schnell, dass dies kein Routinebesuch eines Ministers war, sondern Herr Rech gerne und aufgeschlossen in Rauenberg weilte. Besondere Aufmerksamkeit erhielt seine Zusage, dass die baden-württmbergische Landesregierung trotz knapper Kassen, an der Förderung der kulturellen Breitenarbeit – insbesondere nach §96 BVFG – festhalten werden. Veranstaltungen wie diese bestärkten ihn, dass dieser Weg der Richtige ist.
Bei Kaffee und Kuchen, zusammen mit der Familie Broghammer, einigen Stadträten und Mitgliedern der Egerland-Jugend, waren gute Gespräche mit dem Minister möglich.

Der Volkstumsabend „Egerländer Notenbüchl“ stand ganz im Zeichen von unserem unvergessenen egerländer Heimatdichter Otto Zerlik, der am 4.1.2007 hundert Jahre alt geworden wäre. Die Moderatoren des Abends, Ingrid und Roland Hammerschmied, rezitierten Gedichtla und Gschichtla vom Zerlik Ottl in Mundart und in hochdeutscher Sprache. Es musste ja berücksichtigt werden, dass viele Besucher des Volkstumsabends in Rauenberg nicht der egerländer Mundart mächtig waren. Schon deshalb begann der Abend mit einer kurzen Einführung – auf Neudeutsch: einem Crashkurs – in den Liebreiz der egerländer Sprache. Ingrid und Roland sangen im Duett den schmissigen Titel "Die Egerländer Sprache".
Die Tanzgruppe des "Bundes der Deutschen-Lanschaft Egerland" tanzte mit und der Vorsitzende Richard Sulko sang mit seinem jüngsten Sohn Berti (spielte die Zitter) "Heint scheint da Moun(d sua schäi(n".
Schön zu erleben und zu hören ist an diesen Abenden die musikalische Begleitabteilung der Egerland-Jugend. Zusammengewürfelt aus Gruppen wie Ingolstadt, Hungen Stuttgart, Geretsried und Hirschhorn werden von ihnen alle auftretenden EJ-Gruppen musikalisch begleitet und neue Melodien auf gegenseitigen Zuruf angestimmt. Auch das ist egerländer Art und Musikalität!
Ein Höhepunkt des Abends war die Ehrung von vier jungen Egerländern mit der Ehrennadel der Egerland-Jugend. Für ihr bisheriges Engagement in der Kinder- und Schülergruppe Stuttgart wurden Vinia Schimann, Lena Jobst, Dominik und Sebastian Grund (alle 12-14 Jahre). Diese Ehrung soll Dank für Geleistetes und Ansporn für Weiteres sein. So die Ausführungen von der Auszeichnenden Silke Trübswetter.
Der Schlussakt des Abends ist wie immer die Versammlung der Kinder, Schüler und Jugendlichen auf der Bühne um zusammen mit den Gästen das Lied "Kein schöner Land" anzustimmen. Hierzu fassen sich alle Anwesenden auf der Bühne und im Saal an den Händen und beschließen so den Abend. Besondere und spontane Geste der EJ war, die Verbindung der Handreihe, herab von der Bühne, in die 1. Reihe zu Bundesvüarstäiha Dr. Ralf Heimrath.

Der Sonntag begann mit der heiligen Messe in der katholischen Kirche St. Peter und Paul. Der Visitator für die sudetendeutsche Volksgruppe, Pater Norbert Schlegel, und Pfarrer Harald-Mathias Maiba zelebrierten einen schönen Gottesdienst der vom Chor der Egerland-Jugend mit gestaltet wurde. Besonders Nahe ging auch den anwesenden Rauenbergern mit Vertriebenen-Hintergrund die Predigt von Pater Norbert, als er von Selbsterlebtem während der Vertreibung berichtete. Es war wie immer eine ergreifende und besondere Predigt.
Gedankt sei an dieser Stelle dem Chor der EJ aus verschiedenen Gruppen für den Gesang, Roland Hammerschmied für die Chorleitung, Bernhard Glaßl für das Orgelspiel und Kindern für das Vortragen der Fürbitten.

Im Anschluss an den Gottesdienst begab sich die Egerland-Jugend mit zahlreichen Gottesdienstbesuchern zum Platz am "Weinschlauchbrunnen" vor dem kath. Pfarrzentrum. Viele, viele junge Egerländer in ihren bunten Trachten sangen hier wieder Egerländer Lieder und umtanzten hier den noch stehenden Maibaum. Der zentrale Platz erstrahlte im farbenfrohen Treiben der Egerländer, welches so hier noch nicht oft gesehen wurde.
Volker Jobst vollzog hier die Siegerehrung der Wettbewerbe des Vortages und erläuterte den einheimischen Zaungästen gerne den Grund, warum gerade hier in Rauenberg junge Egerländer ein Jugendtreffen abhalten.
Der Bundesführer der Egerland-Jugend bedankte sich bei der interessierten Bevölkerung für den Besuch der Veranstaltungen, bei BM Broghammer und seiner Stadtverwaltung sowie bei den fast 60 Helfern aus Rauenberg und Umgebung, die die Versorgung der Teilnehmer und Gäste sicherstellten.

Und wieder ging ein Bundestreffen der Egerland-Jugend dem Ende zu, welches den Verantwortlichen viel Arbeit in der Vorbereitung gemacht hat. Wenn diese Veranstaltung dann aber so gut und erfreulich und in guter Stimmung abläuft hat sich alle Mühe – manchmal auch Ärger – gelohnt!
Der Bundesjugendführer bedankt sich heuer besonders bei den angereisten Gruppen aus Stuttgart, Geretsried, Ingolstadt, Hungen und Offenbach/Rodgau. Als "Einzelkämpfer" waren Teilnehmer aus Wendlingen, Dillenburg und Wasseralfingen dabei.

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